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Updated: 15.07.2018

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Fühlen-Denken-Handeln, Besuche in Kinderhospizen PDF Drucken Email
 

Ein Besuch im Kinderhospiz Sterntaler

 
 

„Kommt uns doch einmal besuchen, wir würden uns sehr freuen!“ Mit diesen Worten hatten sich Frau Demmer und Herr Forguet von uns verabschiedet. Wir, das waren zwei Mitglieder des Fördervereins und wir hatten an der Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V. in Bethel bei Bielefeld teilgenommen.

Anlass dafür, diesen Ort für die Veranstaltung zu wählen war die unmittelbar bevorstehende Eröffnung eines stationären Kinderhospizes durch die „Bodelschwinghsche Stiftung“ auf dem großen Areal der bekannten sozialen Einrichtung.

In den Pausen und nach „Dienstschluss“ kommt es üblicherweise zu vielen Gesprächen mit dem Ziel Erfahrungen auszutauschen und von anderen zu lernen.

Während einer solchen Unterhaltung lernten wir auch Frau Demmer und Herrn Forguet vom „Kinderhospiz Sterntaler“ aus dem Raum Ludwigshafen / Mannheim kennen. Trotz aller „ethnologischen Unterschiede“ zwischen Saarländern und Pfälzern hatten wir sehr schnell einen guten Kontakt hergestellt, die Chemie stimmte und die Einladung zu einem Besuch erfolgte umgehend.

Vor wenigen Wochen nun machten sich vier Mitglieder des Fördervereins mit Peter Josef Kiefer, dem Vorsitzenden des Fördervereins, als Fahrer auf den Weg in die Ostpfalz. Als früherer beruflicher Vielfahrer hatte er offensichtlich bleibende Eindrücke hinterlassen und so machten die vorausfahrenden Autobahnbenutzer im Rahmen von „vorauseilendem Gehorsam“ uns bereitwillig Platz.

In Dudenhofen, einem kleinen Dorf mit landwirtschaftlicher Struktur, fanden wir recht schnell das Anwesen, die Bleibe, das Zuhause des stationären Kinderhospizes Sterntaler. Die Einrichtung liegt am Ortsrand in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung in einer ehemaligen Mühle. Die funktionalen Gebäude sind noch gut erkennbar und haben ihre Struktur behalten. Unter dem Gebäude fließt immer noch der Bach hindurch, der in früheren Zeiten das Mühlrad angetrieben hat. Seitlich an das Eingangs- und Funktionsgebäude ist ein neuer Pflegetrakt angebaut, den zur Zeit drei Kinder mit einer lebenslimitierten Erkrankung samt ihren Familien bewohnen.

Im Übergang von Pflegebereich zum Mühlengebäude befinden sich neben Esszimmer und Küche sehr wohl separiert, der Snoezelen-Raum, in dem die Kinder über optische, akustische und pflegerische Reize wohltuende Entspannung erfahren. Beim Um- und Ausbau des ehemaligen Mühlengebäudes hat man viele Teile der ehemaligen technischen Einrichtung belassen und so ein besonderes Ambiente mit einer heimeligen Atmosphäre hergestellt. Hier befinden sich Eingangsbereich, zusätzlich Gemeinschafts- und Spielräume. Auf der Rückseite der ehemaligen Mühle schließt sich eine separierte und ruhige Fläche an, dort sind Bilder verstorbener Kinder aufgestellt und so haben Angehörige und Mitarbeiter die Möglichkeit, ihren verstorbenen Lieben auch über den Tod hinaus nahe zu sein. Von Anfang an war den Initiatoren klar, dass die zunächst eingerichteten Plätze den Bedarf nicht decken, auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist eine solche Größe auf Dauer nicht zu betreiben.

Zurzeit ist man vor diesem Hintergrund dabei, anstelle einer heutigen ehemaligen Scheune den Pflegebereich auf 8 bis 10 Plätze zu erweitern, die Planungen sind fast abgeschlossen und die Finanzierung scheint gesichert.

Während des anschließenden umfangreichen Gesprächs ging Herr Forguet auf alle unsere Fragen ein und betonte immer wieder, dass die Einrichtung eines Kinderhospizes kein Selbstläufer sei und das Bohren dicker Bretter und das Hinnehmen von Rückschlägen und persönlicher Enttäuschungen Teil der Projektarbeit sei.

Am Ende eines intensiven Besuches haben wir uns dann bei unserem Gastgeber für die vielen Informationen aber auch für Kaffee, Tee und Gebäck, bedankt und für den Neubau ein gutes Gelingen gewünscht.

Nach unseren Besuchen bei den Kinderhospizen in Olpe / Westfalen und Bethel bei Bielefeld haben wir auch bei der dritten Einrichtung einerseits die Unterschiedlichkeit des Rahmens, aber auch die Kontunität des Arbeitens erlebt.


 

 

     

 
 
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